Einfach Bern!

Was für eine schöne Aussicht über Bern

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Feel the Spirits of Pacha Mama

Nun geht es nicht einmal mehr eine Woche und ich bin bereits wieder im ‘Chaeslaendli’. Wobei ich dabei gemischte Gefühle habe. Einerseits freue ich mich riesig Euch wieder zu sehen und zu umarmen. Doch andererseits währe ich nun gerade in Reisestimmung um noch ein/zwei Monate weiter zu ziehen. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die ‘Bucketlist’ zu erweitern. Obwohl nun schon viel abgestrichen ist, kommen immer wieder neue Ziele hinzu.

Jetzt aber zu den schonen Teilen der Reise. Wie ihr sicherlich bemerkt habt (zumindest hoffe ich doch, dass ihr ab und zu in den Blog schaut), ist wieder einige Zeit verstrichen und es gibt ‘waeuts via’ zu erzählen? Es sind mindestens 100 Spots die es zu erläutern gäbe… Was soll ich Euch also erzählen? Gut, ich versuche einmal eine Zusammenfassung seit der Salzwüste zu machen.

POTOSI: Es ist die höchstgelegene Stadt der Welt und liegt auf 4060m.ue.M. Die Höhe machte mir aber nicht mehr zu schafen, da sich mein Körper mittlerweile an die Highlands angepasst hat.

Potosi ist vor allem bekannt wegen seinem Silber, Kupfer und Schwefel, welches aus den Silberminen vom ‘Cerro Rico’ gewonnen wird und in zum grössten Teil nach Europa verschifft wird. So stand also eine Besichtigung einer der >400 Minen an. Wohl gesagt, die Mine ist noch in vollem Betrieb. Was wir aber erlebt haben, geht unter die Haut und bei jedem künftigen Kauf, werde ich die Minenarbeiter geistlich vor meinen Augen haben. Es ist unglaublich, unter welchen umständen die Mineure die Arbeiten verrichten. Mit Hammer und Fauestel hauen sie Stein für Stein von den Wänden. Der Transport auf miserablen Schienen macht es auch nicht gerade einfacher, die Ware hinaus zu schieben…. Frischluft kann man praktisch vergessen, dafür gibt es eine menge Staub und gefährliche Mittel einzuatmen. Obwohl wir nur 2-3h darin verbracht haben, brauchte ich fast einen ganzen Tag um mich von dieser schlechten Luft zu erholen. Das schlimmste war aber mit zu erleben, wie 14-jaehrige Kinder in diesem Hohle arbeiten müssen, damit die Familie genügend zu essen und trinken hat. Obwohl Kinderarbeit seit 1978 in Bolivien limp.ch.ebozavr.com verboten ist, bleibt den Familien in dieser Region oft keine andere wahl…

Wir verliessen die Stadt per Bus in Richtung Sucre (die weisse Stadt von Bolivien).

SUCRE: Die weisse Hauptstadt ist nicht mehr so hoch gelegen und daher auch etwas angenehmer Tagsüber. Sucre bietet nicht viel Historisches, dafür bietet sie viel Ausflüge in der Region aus (Dinofootprints, Biking, Hiking…..)

Wir besuchten einen typischen Markt in der Region und einige von uns (darunter auch ich) machten eine Quadbiketour, welche übrigens Spitze war! Mehr Abendteuer habe ich dort nicht erlebt. Gut, eine der Girls hat noch meinen Steckdosenadapter verloren, tja….

LA PAZ: Wow, was für eine tolle Stadt die inmitten von Bergen bis in deren Fussenden gebaut ist. Nebst günstigem Shopping (abartig was für Preise dort in den Läden herrschten… z.B. North Face Fleece für ganze 25.-). So wurde ich gezwungen, ein letztes Paket nach Hause zu schicken (6kg). Nebst Shopping war auch die grandiose 65km lange Talfahrt per Bike ein Klassiker, und zwar auf der Death Road von Pacha Mama!

PUNO / LAKE TITICACA: Das war ein Wow/Wow! Unglaublich wie die einheimischen Leute hier noch wie vor 100 Jahren leben und arbeiten. Wir verbrachten leider nur eine Nacht bei einer lokalen Gastfamilie. Doch es war ein unglaublich tolles Erlebnis und ich hatte es enorm genossen!

Die Float Island kann man sich nur vorstellen, wenn man sie einmal betreten hat. Die schwimmenden Inseln sind aus Erde (Korke) und Stroh gebaut und haben eine durchschnittliche Fläche von 100mm2. Einfach faszinierend!

CUSCO / MACHU PICCHU: Cusco war nur der Ausgangspunkt des eigentlichen Highlights, dem Machu Picchu Trek. Auf dem Weg zum Startpunkt des Treks besuchten wir das Sacred Valley, worauf wir zum ersten mal die Inka-Terrassen zu bestaunen konnten. Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, das Machu Picchu noch mehr Eindruck verleihen sollte. Doch nach 4-talgigem Marsch über Stock und Stein bis auf 4800m wanderten wir morgens um 06.30a.m. durchs Sungate vom Machu Picchu. Doch das Wetter war alles andere als schön. Dichter Nebel und Kälte beherrschte den Ort.

Am späteren Morgen meinte es die ‘Mutter Erde’ aber gut mit uns und der Himmel verzauberte sich in ein wunderschönes Wetter. Wenn man dann vor der Ruinenstadt steht und diese versucht zu bestaunen, ist man einfach beeindruckt und kann die Umgebung richtig fühlen. Der Ort war auf diesem Trek bin anhin das jene Highlight und wird wohl in den nächsten Tagen nicht mehr überholt werden können! Einfach toll.

AREQUILLA / COLCA CANYON: Es ist der tiefste Canyen der Welt und ist tiefer als 3000m! Ein echtes Spektakel, wenn man von 1100 Höhe vom Condor-Cross in die tiefe schaut. Das betrachten der fliegenden Kondore war ueberwaeltigend, denn sie kreisten knapp 1-3m über uns hinweg.

Jetzt bleiben mir noch 5 Tage um die letzten Sehenswürdigkeiten noch zu entdecken und zu erleben.

Ich freue mich auf Euch!

Sime

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Durch die Wüste Boliviens

Bei der Ankunft (nach einer Colectivo-Rekordfahrt von 42h…) in Santiago de Chile dachte ich, dass ich einen Grossteil der Landschaftsschaetze von Südamerika gesehen habe. Doch damit war ich weit weit daneben!

Santiago hatte mir nicht besonders gefallen, vielleicht lag es auch an dem Dunstwetter, welches über den Bergketten und z.T. über der Stadt lag. Der Pilgerberg (Hausberg) “San Cristobal” sowie der Stadtteil “Bellavista” waren aber einen Besuch wert. Die Stadt protzt eigentlich nur so von Banken, doch was die genau machen ist mir ein Rätsel. Denn wer versucht, in einer der Banken Geld (Arg. Peso in Bolivianos) zu wechseln, kann sich nach langem Schlangenstehen die Haare ausreisen. Schrecklich ist, dass es in jeder Bank die ich Aufsuchte so war…. Welche Frisur habe ich nun? Letztendlich fand ich ein “Casa de Cambio”, doch der Kurs war alles andere als gut.

Per Busfahrten (wir wollen ja nichts Neues anfangen) ging es über “La Serena” nach “San Pedro”, der letzten Station vor dem Übertritt nach Bolivien und die Durchquerung der Wüste.
Bereits bei der Nachttur bei Vollmond in die Mondlandschaft von San Pedro war klar, dass die Entdeckungen noch lange nicht vorbei sind. Am Tag darauf machten wir (Gruppe) einen Ausflug zu dem “Laguna Cejar” und “Ojos de la Salta”. Der kleine See besteht aus 60% Salz und man kann darin nicht unter gehen, ich habe es versucht! Dann fuhren wir für den Sonnenuntergang in eine flache Erdregion die einer Salzwüste sehr nahe kam. Der Höhepunkt war aber nicht der Sonnenuntergang, sondern der Mondaufgang! Das in einer so fantastischen Region, das man am liebsten dort Übernachtet hätte.

Die Einfuhr nach Bolivien führte über den Pass neben dem nicht so hohen Vulkan (ca. 6000m), wo ein kleines Haus die Grenze zwischen Chile und Bolivien klar machte… Den Zollbeamten konnten wir mit 20 Bolivianos (etwa 3 Franken) zufrieden stellen. An der Grenze stiegen wir in zwei Geländewagen um und nach 5min. fahrt in der Wüste, war die Frage auch bereits beantwortet, wieso man ein 4×4 brauchte.
Auf 5100m konnte ich nicht genug kriegen vom bestaunen der natürlichen Geysir! Im Hostal auf 4600m musste ich aber meinem Koerpergefuhlen platt machen, denn die Höhenkrankheit hatte mich gepackt. Mir war Speiübel und die Kopfschmerzen wollten einfach nicht enden. Zum Glück fand ich aber etwas schlaf und am nächsten Morgen ging es mir einigermassen besser.
Als wir bei den ‘Steinbaeumen” unseren ersten Halt machten, waren die ganzen Symptome verschwunden, denn einmal mehr kommt man nicht von dem ansehen der wunderschönen Landschaft ab. Wir durchquerten viele verschiedene Landesteile. Wenn man die weite Ferne in der Planta betrachtete, war man im anderen Moment in den rötlich gefärbten Steinschluchten. Ein Mix der wirklich nur in dieser Region vorkommen kann. Die Nacht verbrachten wir in “Villa Alota” auf 3800m.

Ich habe keinen blassen Schimmer wie ich dieses Ereignis in Worten fassen soll. Denn spätestens wenn man die “Salar de Uyuni” Barfuss betritt, fehlen einem die Worte.

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Die Bilder in ‘National Geografic” oder wo auch immer, sind kein vergleich zu dem, wenn man darin steht! Die Durchquerung der Wüsten von Potosi gehören definitiv zu den Highlights der Entdeckungen!

Die Route verlauft weiter nach Potosi, Sucre, La Paz…. Doch mehr dazu, wenn ich es gesehen habe.

Auf ein Wiedersehen.
Simon

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Das war Argentinien…

Hallo meine lieben Liebenden.Es gibt jede Menge von Ereignissen und ich weis gar nicht wo ich beginnen soll oder was wirklich zu den Highlights gehört, denn fast jeder Tag war schon fast ein besonderer Tag. Doch ich versuche einmal eine Zusammenfassung zu schreiben.

20. 02. – 13. 03.11

Wie bereits angekündigt, startete am Sonntag (20.02.) die Gruppentour in den Süden von Argentinien und Chile. Es war kaum zu Glauben, doch unsere Gruppe zählte nur 4 Personen plus Andres, unserem Guide. Der erste Tag galt zur Vorbereitung und dem Kennenlernen. Es war eine tolle Gruppe und wir verstanden uns super, das ist doch schon was!

Aufregend flogen wir von Bs.As. nach Calafate und fuhren von dort per Kleinbus zum imposanten und grossen Perito Moreno Gletscher. Wenn man dort davor steht, ist man schlicht ueberwaeltigt von der Grösse den Farben und vor dem Lärm der ins Wasser fallenden Eisbrocken! Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir im verschlafenen Dorf von Chalten. Von dort aus machten wir zwei Tageswanderungen an 8-10h! Einmal zum Fitz Roy und einmal Laguna de Torres. An beiden Tagen hatten wir Prachtwetter, kein Wind, kein Nebel und kein Regen. So konnten wir die Umgebung, die Berge und die Planta voll geniessen. Auch mehrere Condors flogen z.T. Hoch über uns hinweg. Unglaublich was für eine Spannweite diese Vögel aufweisen können. (- 1.5m)!

Doch noch nicht genug, per Bus ging’s zum Trekken und Besichtigen in den Nationalpark von Torres del Paine. Auch hier begegneten wir idealen Wetterbedingungen. Zumal wir hier in Camp untergebracht waren. Viel Sonne, wenig Regen und praktisch kein Wind. Petrus meinte es also mehr als gut mit uns! Danke! Ich weis nicht, wie die Chilener in der Zeltkueche das Essen zubereitet haben, doch es schmeckte fantastisch!

Der nächste Stopp war am genau genommenen richtigen Ende der Welt, in Punta Arenas (Chile). Jetzt denkt ihr sicher, dass dies nicht das ist, was ihr erwartet hattet, doch es ist korrekt. Es ist das Ende der Welt auf dem Festland (Kontinent). Die Stadt bot nichts besonderes und daher war ich froh, blieben wir nur eine knappe Nacht. Dann überquerten wir mit der Fähre den Magallan-Kanal und gelangten so auf die Insel von Tierra del Fuego (Feuerland). Und genau wie man schon viel gehört, gelesen oder gesehen hat, packt einem diese Ansicht von Anfang an. Irgendwie ist man von der Umgebung, den Bergen, den Flächen, dem Meer und von den Tieren magisch angezogen. Ushuaia empfing uns bei schönem und warmen Wetter. Zwar war es bereits Abend, doch man konnte noch den letzten Teil der Abenddämmerung sehen, bevor es dunkel wurde.

Am nächsten Tag fuhren machten wir bei einem Traumwetter einen Ausflug auf dem Beagle-Kanal zum Leuchtturm. Die Seelage war zwar relativ ruhig (aus der Seemanssicht), doch manchmal konnte man auf dem Dach des kleinen Schiffes fast schon zum fliegen Abheben. Der Höhepunkt war jedoch der Besuch einer kleinen Pinguin-Insel am Nachmittag. Es waren keine Kaiserpinguine, doch von der selben Familie. Unglaublich wie sie nicht scheu sind und uns interessiert beobachteten. Es war einfach beruhend den kleinen “Tollpatschen” zuzusehen und neben ihnen zu sitzen! Das gehört definitiv zu meinen Highlights!

In Ushuaia besuchten wir noch den Nationalpark und machten waren noch auf Shoppingtour. Da es die letzte Destination am “Fin del Mundo” war, flogen wir am Samstag (05.03.) zurück nach Bs.As. und verabschiedeten uns voneinander.

Am Sonntag nahm ich den Nachtbus nach Capiovi, Misiones. Das liegt zwischen Posadas und Iguazu. Dort besuchte ich Bekannte bis heute.

Doch während meinem Aufenthalt ging ich für zwei Tage nach Puerto Iguazu zu den Wasserfällen. Denn wenn man schon in der nähe ist, darf man diese sicherlich nicht verpassen. Und das kann ich nur bestätigen!

Heute sitze ich im Bus nach Santiago de Chile. Die Fahrt führt über Mendoza und dauert gut 36h! Dieser Teil der Reise mochte ich am liebsten auslassen, doch es war der einfachste (und günstigste) Weg. Von Santiago aus startet aber schon die letzte Etappe der Reise via Bolivien nach Lima (Peru). Wo ich den Heimflug in Angriff nehmen muss.

Auf bald!

Sime

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